|
[[de:about]]
ENDURING FUTURISM: FUTUROLOGIE, PROGNOSTIZISMUS, QUASI-HISTORIZISMUS und DER RUSSISCHE GEIST Entwickelt und kuratiert von Petr Bystrov Koordinaten
GeleitwortDas Jahr 2009 markiert das 100-jährige Jubiläum der Veröffentlichung des berühmten Futuristischen Manifests von Filippo Tommaso Marinetti im Pariser Le Figaro. Das Manifest erfuhr, ebenso wie der Autor, eine sehr kontroverse Wahrnehmung, in der damaligen Zeit und bis heute. Immer wieder enstanden auch Debatten darüber, ob Marinetti mehr als linker oder als rechter Denker zu betrachten sei. Während seine Ideen anfangs als ein Aufruf zu Liberalisierung und Freiheit betrachtet wurden, führte ebendiese Energie - auch von innen kommend? - zu einer quasi-totalitären Philosophie, rief den Krieg als edelsten Ausdruck der menschlichen Natur aus, und Gewalt als höchsten gesellschaftlichen Wert.
In Russland wurde Marinetti eher über die Verarbeitung durch Künstler wie David Burljuk, Wladimir Majakowski und anderen Russichen Kubofuturisten bekannt - hier aber in einer politisch-fortschrittlichen, linken Interpretation.
Enduring Futurism versammelt eine Reihe zeitgenössischer russischer Künstler und Autoren - sowie mit Bernd Brincken und Giovanni de Dona einen Deutschen und einen Italiener - deren Werke sich auf die Felder von Krieg, Rythmus und Kraft, Muster und Textur, Zukunft (und dem Kult damit) sowie Prognostizismus richten.
Enduring Futurism beleuchtet dabei die faktische Zusammenarbeit zweier historisch gewachsener Bewegungen, des italienischen und des russischen Futurismus, die einen wesentlichen zeitgeschichtlichen Einfluß in der Moderne ausübten. ⇒ Mehr im Concept |